Heinrich IV
Heinrich IV
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Jeder hat ein Interesse daran, dass die Leute glauben, bestimmte Männer seien verrückt, damit sie ohne Reue eingesperrt werden können.<p> In der Gegenwart besucht Donna Matilde, in Begleitung von Baron Belcredi, in einem abgelegenen Schloss eine alte Freundin, die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat.<br><br> Zwanzig Jahre lang glaubte dieser Mann, Heinrich IV. zu sein, nicht der König von Frankreich, sondern der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der geschworene Feind von Papst Gregor VII., der Büßer von Canossa.<br><br> Im Herzen unserer Zeit, gefangen im 11. Jahrhundert, lebt er in seiner mittelalterlichen Blase, die von Dienern und ansässigen Schauspielern aufrechterhalten wird, um die Illusion zu bewahren und seinem Wahnsinn zu dienen.<br><br> Pirandello verwischt die Grenze zwischen Spiel und Wahrheit: ein Wahnsinn, der von der Gesellschaft verurteilt und inszeniert wird, der aber auch zu einem Zufluchtsort, ja sogar zu einer Form der Freiheit wird.<br><br> Dieses oft komische Drama rückt einen vergessenen Autor wieder ins Rampenlicht, der von der Moulin Bleu-Truppe unter der Regie des talentierten Maxime Taffanel neu interpretiert wird.</p>
